Fiat will Produktion aus Italien abziehen |
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| Fiat will Produktion aus Italien abziehen |
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Fiat will Produktion aus Italien abziehen - handelblatt.com, 27.07.2010
Im Streit um die Produktionsbedingungen in Italien verschärft Fiat seine Gangart. Konzernchef Sergio Marchionne verlangte am Mittwoch von Gewerkschaften und Regierung Garantien für rentable Fabriken in der Heimat. Zur Debatte stünden nicht nur Investitionen von 20 Milliarden Euro, sondern auch die Präsenz von Fiat in Italien.
HB MAILAND. Marchionne sagte laut Redetext bei dem Treffen mit Gewerkschaftern und Regierungsvertretern: „Wenn sich Fiat in Italien nicht auf Zusagen verlassen kann, dann müssen wir woanders hingehen.“ Dem setzte er laut Teilnehmern hinzu: „Wir drohen nicht, aber wir sind auch nicht bereit, die Existenz des Unternehmens aufs Spiel zu setzen.“ Italien sei weltweit der einzige Markt, auf dem der Chrysler-Partner Verluste mache.
Das demonstrative Motorengeheul des Traditionskonzerns und größten Autoproduzenten des Landes folgt auf einen Kavalierstart, mit dem Marchionne das für sein strenges Arbeitsrecht bekannte Italien auf Produktivität trimmen wollte.
Erst rang er Arbeitern in einer Fabrik bei Neapel weitreichende Veränderungen ihrer Verträge ab, dann kündigte er in der vergangenen Woche völlig überraschend die Produktionsverlagerung mehrerer neuer Modelle vom Stammsitz in Turin nach Serbien an.
Dafür schallt ihm Kritik von vielen Seiten entgegen: Nicht nur Arbeitsplätze könnten auf der Strecke bleiben, auch die Rolle Italiens als wichtiger Produktionsstandort sei gefährdet, schimpften Regierungsmitglieder. Ministerpräsident Silvio Berlusconi meldete sich persönlich zu Wort und appellierte an die Verantwortung des Autokonzerns. Auch in einer freien Marktwirtschaft zähle er darauf, dass die Verlagerung ins Ausland keine Jobs in Italien gefährde, erklärte er.
Schließlich zitierte die Regierung Fiat-Top-Manager und Gewerkschaften zum Gespräch. Man traf sich am Konzernstandort in Turin. Den Teilnehmerkreisen zufolge sagte Marchionne dabei, die geplante Produktion der Modelle Multipla und Lancia Mussa in Serbien schade dem Mirafiori-Werk in Turin nicht. Die Fabrik könne mit der Herstellung anderer Modelle ausgelastet werden.
Nur einen Tag zuvor hatte Marchionne Kreisen zufolge an seiner anderen Baustelle bei Neapel Ernst gemacht: Fiat meldete ein neues Unternehmen an, das unter Marchionnes persönlicher Führung nun neue Verträge mit jenen gut 60 Prozent der Arbeiter aushandeln wird, die veränderten Arbeitsbedingungen im Werk Pomigliano d'Arco zugestimmt haben. Früheren Informationen zufolge sollen der Schichtbetrieb flexibilisiert, das Streikrecht eingeschränkt und Sonderregelungen im Krankheitsfall gestrichen werden. Dies hatte Marchionne zur Bedingung dafür gemacht, die Produktion des neuen Panda aus Polen nach Neapel zu holen, 700 Mio. Euro in dem verarmten Landstrich zu investieren und eine Schließung des Werks abzuwenden.
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28.07.2010 21:22 |
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| Fiat-Chef stellt Standort Italien zur Debatte |
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Fiat-Chef stellt Standort Italien zur Debatte - welt.de, 28.07.2010
Sergio Marchionne verlangt von Gewerkschaften und Regierung rentable Fabriken. Sonst müsse Fiat "woanders hingehen".
Im Streit um die Produktionsbedingungen in Italien verschärft Fiat seine Gangart. Konzernchef Sergio Marchionne verlangte von Gewerkschaften und Regierung Garantien für rentable Fabriken in der Heimat. Zur Debatte stünden nicht nur Investitionen von 20 Milliarden Euro, sondern auch die Präsenz von Fiat in Italien, sagte Marchionne laut Redetext bei dem Treffen mit Gewerkschaftern und Regierungsvertretern.
„Wenn sich Fiat in Italien nicht auf Zusagen verlassen kann, dann müssen wir woanders hingehen.“ Dem setzte er laut Teilnehmern hinzu: „Wir drohen nicht, aber wir sind auch nicht bereit, die Existenz des Unternehmens aufs Spiel zu setzen.“ Italien sei weltweit der einzige Markt, auf dem der Chrysler-Partner Verluste mache.
Das demonstrative Motorengeheul des Traditionskonzerns und größten Autoproduzenten des Landes folgt auf einen Kavalierstart, mit dem Marchionne das für sein strenges Arbeitsrecht bekannte Italien auf Produktivität trimmen wollte. Erst rang er Arbeitern in einer Fabrik bei Neapel weitreichende Veränderungen ihrer Verträge ab, dann kündigte er in der vergangenen Woche völlig überraschend die Produktionsverlagerung mehrerer neuer Modelle vom Stammsitz in Turin nach Serbien an.
Dafür schallt ihm Kritik von vielen Seiten entgegen: Nicht nur Arbeitsplätze könnten auf der Strecke bleiben, auch die Rolle Italiens als wichtiger Produktionsstandort sei gefährdet, schimpften Regierungsmitglieder. Ministerpräsident Silvio Berlusconi meldete sich persönlich zu Wort und appellierte an die Verantwortung des Autokonzerns. Auch in einer freien Marktwirtschaft zähle er darauf, dass die Verlagerung ins Ausland keine Jobs in Italien gefährde, erklärte er.
Schließlich zitierte die Regierung Fiat-Top-Manager und Gewerkschaften zum Gespräch. Man traf sich am Konzernstandort in Turin. Den Teilnehmerkreisen zufolge sagte Marchionne dabei, die geplante Produktion der Modelle Multipla und Lancia Mussa in Serbien schade dem Mirafiori-Werk in Turin nicht. Die Fabrik könne mit der Herstellung anderer Modelle ausgelastet werden. Die Frage ist, unter welchen Bedingungen.
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Nur einen Tag zuvor hatte Marchionne Kreisen zufolge an seiner anderen Baustelle bei Neapel Ernst gemacht: Fiat meldete ein neues Unternehmen an, das unter Marchionnes persönlicher Führung nun neue Verträge mit jenen gut 60 Prozent der Arbeiter aushandeln wird, die veränderten Arbeitsbedingungen im Werk Pomigliano d'Arco zugestimmt haben. Früheren Informationen zufolge sollen der Schichtbetrieb flexibilisiert, das Streikrecht eingeschränkt und Sonderregelungen im Krankheitsfall gestrichen werden. Dies hatte Marchionne zur Bedingung dafür gemacht, die Produktion des neuen Panda aus Polen nach Neapel zu holen, 700 Millionen Euro in dem verarmten Landstrich zu investieren und eine Schließung des Werks abzuwenden.
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28.07.2010 21:23 |
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Nachvollziehbar!
Vielleicht sollten die Italiener auch mal wieder ihre eigenen Marken fahren.
So wie es die Franzosen und auch wir Deutschen zum großen teil machen (außer wir
).
Dann wird das auch mit der Produktion im eigenen Land wieder.....
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29.07.2010 09:47 |
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| Zitat: |
Original von Josh
| Zitat: |
Original von gezeichneter
Nachvollziehbar!
Vielleicht sollten die Italiener auch mal wieder ihre eigenen Marken fahren.
So wie es die Franzosen und auch wir Deutschen zum großen teil machen (außer wir
).
Dann wird das auch mit der Produktion im eigenen Land wieder..... |
Und das fängt mit diesem merkwürdigen Regierungschef an, der grundsätzlich Audi fährt....
Gruß aus Franken
Josh |
Der kleine Regierungschef der mittlerweile damit droht das Militär wieder nach Südtirol zu schicken der sitzt auf verdammt heißen Kohlen... Der kann sich eh nur halten weil es keine Alternativen zu ihm gab.
Der sitzt aber auf dem Schleudersitz, Italien ist ein PIGS-Staat. Die Grundkonflikte Nord/Süd sind noch dieselben, und wenn der Geldhahn zu ist, dann gibts Ärger.
Ein Fiat-Weggang wäre für Italien und Berlusconi eine nationale Katastrophe.
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29.07.2010 17:44 |
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